Internationale Wasserstoffkooperation: FEL-Team auf Delegationsreise in Kanada
Sechs Tage voller spannender Eindrücke, inspirierender Gespräche und wertvoller neuer Kontakte liegen hinter unseren Kolleg:innen Dr.-Ing. Theresa Weith (Koordinatorin und Teamleiterin) und Tim Herrmannsdörfer, M.Sc. (Projektleiter H2-Infrastruktur). Im Rahmen der Initiative Transatlantic Dialogue der AHK Kanada – der Besuch der kanadischen Delegation am FEL fand bereits Anfang des Jahres statt – reisten sie gemeinsam mit Vertreter:innen von Siemens, siz energieplus und der Universität Bayreuth nach Kanada. Ziel der Delegationsreise war der fachliche Austausch zu Wasserstofftechnologien und die Auslotung internationaler Kooperationsmöglichkeiten.





Tag 1 – Auftakt in Vancouver
Zum Start der Reise kamen alle Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Abendessen in Vancouver zusammen. Dabei konnten sich die Delegationsmitglieder und die Organisator:innen der AHK Kanada in entspannter Atmosphäre kennenlernen und vernetzen.
Tag 2 – Technologie & Forschung: Von Prüfständen bis zur Stack-Produktion
Am Morgen besuchte die Gruppe Greenlight Innovation, ein Hersteller von Testsystemen für Brennstoffzellen und Elektrolyseure. Nach einer Unternehmensvorstellung folgten Einblicke in die Prüfstandtechnik vor Ort.
Weiter ging es zur Simon Fraser University (SFU), wo ein Austausch mit regionalen Stakeholdern über die Rolle von Forschung und Innovation in der Wasserstoffwirtschaft stattfand. Die SFU präsentierte zudem ihren Clean Hydrogen Hub und stellte aktuelle sowie geplante Aktivitäten vor.
Am Nachmittag folgte ein Besuch bei Unilia, einem international führenden Anbieter von Brennstoffzellen-Stacks-Technologie. Neben einem Rundgang durch die Fertigung wurden auch Labore besichtigt.
Der Tag schloss mit der Besichtigung eines Brennstoffzellen-Trucks für den Schwerlastverkehr der Firma HTEC.
Tag 3 – Netzwerken in Montreal
Am dritten Tag reiste die Delegation weiter nach Montreal. Dort stand ein Networking-Empfang bei Montreal International auf dem Programm – mit zahlreichen regionalen Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Tag 4 – Forschung & Industrie in Trois-Rivières
Der vierte Tag führte die Teilnehmenden nach Trois-Rivières. Zunächst stand der Besuch des Hydrogen Research Institute der Université du Québec à Trois-Rivières (UQTR) an – mit Besichtigung des Instituts, einer Präsentation sowie einer Diskussionsrunde.
Anschließend ging es weiter zu den Industriepartnern Air Liquide und Olin, wo unter anderem ein PEM-Elektrolyseur sowie weitere Wasserstoffanlagen besichtigt wurden.
Tag 5 – Infrastruktur und Dialog in Edmonton
Am fünften Reisetag war Edmonton das Ziel. Der erste Stopp: ATCO Energy – hier erhielt die Delegation Einblicke in den dort eingesetzten Elektrolyseur sowie deren Wasserstoff-Mischanlage.
Es folgte ein Roundtable im Edmonton Global Office mit Vertreter:innen des Edmonton Regional Hydrogen Hub, des Alberta Hydrogen Innovation Ecosystem, der Regierung und des deutschen Konsulats. Der Austausch ermöglichte vertiefte Einblicke in Kanadas Wasserstoffstrategie und konkrete Kooperationschancen.
Tag 6 – Abschluss bei Forschungseinrichtungen in Alberta
Den letzten Tag verbrachte die Delegation an der University of Alberta sowie bei CFER Technologies. Im Fokus standen Besichtigungen von Projektinfrastrukturen und Laboren.
Fazit: Wasserstoff verbindet – international
Die Delegationsreise hat einmal mehr gezeigt: Die Energiewende ist ein globales Vorhaben. Der internationale Austausch und persönliche Dialog sind zentrale Bausteine für den Erfolg. Wir freuen uns auf neue Partnerschaften und gemeinsame Projekte, die aus dieser Reise hervorgehen werden.
Die Zukunft der Energie ist international – und Wasserstoff spielt dabei eine Schlüsselrolle.